Wer ist Gott und was machen wir wenn es ihn gibt? 141 S. Gebunden, 2010, Sankt Ulrich Verlag
Buchbesprechung des Borromäusvereins:
Peter Schallenberg, Professor für Moraltheologie in Paderborn, möchte mit seinem Buch aufzeigen, dass es dem Menschen einfach nicht egal sein kann, ob es Gott gibt bzw. wer dieser Gott ist, da das von größter lebenspraktischer Bedeutung ist. Prinzipiell ist zwar ein moralisches Leben ohne den Glauben an Gott möglich. Nach Ansicht des Autors wird der Mensch selber in einem ganz fundamentalen Sinn „besser“, wenn er im Glauben an Gott lebt – weil er dann für sein Leben ein sinnvolles Ziel findet: die Gemeinschaft mit Gott. Am Gerüst des Apostolischen Glaubensbekenntnisses wird in den folgenden Kapiteln zum einen aufgezeigt, „wer“ der christliche Gott ist. Zum anderen werden dabei aber auch die wichtigsten Fragen der menschlichen Existenz angesprochen und erläutert.
Wenn Gott selbst in Jesus Christus Mensch geworden ist, dann muss jeder Mensch in seiner Würde geachtet werden; dann muss aber auch das eigene Leben am Vorbild von Jesu Leben ausgerichtet werden. Um den Menschen nicht durch einen unerreichbaren Maßstab zu überfordern, muss zugleich jedoch festgehalten werden, dass für den Glaubenden ein Leben in Hingabe nicht nur gefordert ist, sondern ihm vor allem auch ermöglicht wird - durch die Gewissheit, von Gott gewollt und geliebt zu sein. Das Christentum ist deshalb auch keine Morallehre, sondern zuallererst Gotteserfahrung, und die vom Christen angestrebte Heiligkeit bedeutet nicht eine moralische Perfektion, sondern „eine von Gott gewirkte und vom Menschen zugelassene Ergriffenheit und ein dann allmählich beginnendes Wachstum in der Liebe“ (S. 125).
So gibt das Buch nicht nur kluge Unterweisung in grundlegenden Fragen, es ist vor allem auch eine hilfreiche Ermutigung zum christlichen Glauben, der man viele Leserinnen und Leser wünscht.
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